Mit der Frage der Organisationsform haben wir uns sehr lange und intensiv auseinander gesetzt. Dabei haben wir gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist, für ein solch komplexes und innovatives Projekt eine geeignete Rechtsform zu finden. Recht bald mussten wir feststellen, dass die Genossenschaft für unsere Idee nicht geeignet ist.
Infolgedessen entwickelten wir als Organisationsform eine Verknüpfung einer GmbH mit einem Wohnverein, sowie einem Förderverein.

Organisationsstruktur des WohnKulturHofes

Kriterien für diese Entscheidung sind folgende:

1. Es soll kein Privateigentum entstehen

Die Idee des WohnKulturHofs lebt von der Gemeinschaft. Wenn ein Mitglied aus dieser Gemeinschaft ausscheidet, dann soll die Gemeinschaft entscheiden, wer neu dazu kommt. Das ist bei vererbbarem Privateigentum nicht möglich.

2. Die Preise sollen erschwinglich bleiben

Wir haben uns einige vergleichbare Wohnprojekte angeschaut, die als Genossenschaft neu gegründet wurden. Dabei hat sich aus unserer Sicht gezeigt, dass die Neugründung einer Genossenschaft z.T. sehr hohe Genossenschaftseinlagen, sowie zusätzlich ortsübliche Mieten erforderlich macht. Daher ist für uns deutlich geworden, dass wir Investoren brauchen, damit auch weniger finanzstarke Menschen bei uns mieten können.

3. die Kosten für Kultur und Arbeiten sollen vom Bereich Wohnen klar getrennt werden

Die meisten Mehr-Generationen-Wohnprojekte beinhalten ausschließlich den Bereich Wohnen und stellen kleinere Gemeinschaftsräume für die BewohnerInnen zur Verfügung. Die Idee des WohnKulturHofes ist es, neben dem Wohnen auch Büro- und Arbeitsräume sowie einen größeren Veranstaltungsraum zu integrieren. Die Kosten für die Bereiche Arbeiten und Kultur sollen dabei klar vom Bereich Wohnen getrennt werden.

4. Investoren können das Projekt unterstützen

Einige Interessierte haben uns gefragt, ob sie den WohnKulturHof auch als externe Geldgeber finanziell unterstützen können und damit ihr Geld sinnvoll anlegen. Diese Möglichkeit wollten wir schaffen.

5. Untersützung durch gemeinwohlorientierte Organisationen

Der WohnKulturHof stellt ein Modellprojekt für zukunftsweisende Wohn- und Arbeitsformen dar. Deshalb sollen auch gemeinwohlorientierte Organisationen, wie z.B. Kirchen, Stiftungen, Vereine und Verbände, grundsätzlich die Möglichkeit haben, das Projekt zu unterstützen.

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